St. Patrick, der große Unbekannte von der Insel!

Niemand weiß so ganz genau, wer dieser Heilige war, der heute als Schutzpatron Irlands und Begründer der christlichen Kirche auf der Insel gilt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit handelt es sich um den Sohn eines römischen Offiziers, der in Britannien - damals eine Provinz des römischen Reichs - stationiert war. Folglich hieß er ursprünglich auch nicht Patrick, sondern Patricius.

Im Alter von 16 Jahren verschleppten ihn dann Sklavenjäger und zwangen ihn zur Landarbeit, welche damals vermutlich aus Schafe hüten bestand. Bis ihm angeblich ein Engel erschien, der ihm zur Flucht riet. Er folgte dem Rat und setzte sich ab. Mit Händlern kam er so aufs europäische Festland und wurde Mönch, oder gar Priester. Möglicherweise hatte es ihn nach Gallien verschlagen. Genau weiß das niemand. Jedenfalls hörte er da abermals Stimmen, die er als Ruf des irischen Volkes deutete, er möge zurückkommen.

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Wieder folgte er dem Zeichen und ging nach Irland. Als Geistlicher bekehrte er hier angebliche Tausende zum christlichen Glauben. Auch gründete er Schulen, Kirchen und Klöster - brachte so nicht nur die Religion, sondern angeblich auch Bildung übers Land. Er hat also die Insel ziemlich gerockt, der Paidrag, wie ihn einheimischen Zungen nennen. Tatsächlich wurden die meisten Geschichten erst über 100 Jahre nach seinem Todestag aufgeschrieben. Der soll angeblich am 17. März 461 gewesen sein. Zwar ist das Datum keineswegs sicher. Dennoch feiern die Iren ihn am 17. März mit dem St. Patrick's Day.

Überhaupt liegt nach so langer Zeit einiges im Dunkeln. Manche Historiker sind gar der Ansicht, dass es sich bei der Legende um die Lebensgeschichte zweier Männer handelt. Denn just zur der Zeit als Patrick die Stimmen gehört haben wollte, derentwegen er zurück nach Irland ging, entschloss sich in Rom Papst Coelestin der I. einen gewissen Bischof Palladius dort hin zu schicken. Und der hatte wohl so einiges gemeinsam mit dem, was die Legende Patrick zuschreibt.

Wie auch immer, Freunde des St. Patrick's Days dürften sich an solchen Ungereimtheiten nicht weiter stören. Begehen doch die Wenigsten diesen Tag aus religiösen Gründen. Und schließlich hat es den Weihnachtsmann vermutlich noch nicht einmal gegeben, ohne dass jemand auf die Idee käme, deswegen Weihnachten ausfallen zu lassen.

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